Einführung in den Atheismus Unglauben für Anfänger

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Ein Argument gegen Gott: Atheologisches Argument gegen Gott - und es geht doch! Fortsetzung: Einwände gegen: Atheologisches Argument gegen Gott

Inhaltsverzeichnis:

  Was ist Atheismus? Eine Definition. 
      Atheisten = Gottesleugner? 
      Warum sollte man nicht an Gott glauben? 
      Gott, das Chamäleon 

Was ist Atheismus? Eine Definition.

Als Theismus bezeichnet man den Glauben an Gott. Als Atheismus demgegenüber einen Nicht-Glauben an Gott  (A- ist eine Silbe der Verneinung).

Mit »Gott« ist hier der Schöpfergott des Monotheismus gemeint.

Ein Atheist ist jemand, der nicht an Gott glaubt. Er ist nicht unbedingt jemand, der glaubt, es gäbe keinen Gott. Mehr steckt tatsächlich nicht dahinter. Nach einem landläufigen Vorurteil  ist ein Atheist ein Mensch, der glaubt, dass es keinen Gott gibt. Diese Haltung bezeichnet man als positiven  oder starken  Atheismus - sie wird ziemlich selten vertreten. Eine Position, bei der nur einfach der Glauben an Gott fehlt, nennt man negativen oder schwachen Atheismus.

Atheisten werden oft als Gottlose  bezeichnet, meist mit dem Vorwurf, ein Atheist habe auch keine Moral. Das ist aber völlig falsch - eine Haltung, bei der die Moral abgelehnt wird, bezeichnet man als Nihilismus _1_. Oder als Amoralismus. Ein Atheist kann, muss aber nicht Nihilist oder Amoralist sein _2_. Auch die meisten Atheisten folgen einer Moral (dazu später mehr), nur dass sich ein Atheist zur Begründung  seiner Moral nicht auf Gott beruft _3_.

Atheisten = Gottesleugner?

Dann ist da noch die Bezeichnung Gottesleugner  in Gebrauch. Leugnen  wird in zwei Bedeutungen gebraucht, im eigentlichen Sinne heißt es »bestreiten«. Demnach wäre ein Gottesleugner jemand, der Gott bestreitet  (genauer: seine Existenz). Das trifft für die positiven  Atheisten zu, aber nicht für die Mehrheit der Atheisten. Außerdem wird das Wort »leugnen« noch umgangssprachlich oft in dem Sinne benutzt, dass es sich darum handelt, etwas Wahres bewusst als falsch zu bezeichnen - und in diesem Sinne ist es falsch. Ein negativer Atheist weiß nicht, ob es Gott gibt oder nicht. Er hält in der Abwesenheit von guten Gründen es für sinnvoller, sich einer Meinung darüber zu enthalten. An Gott zu glauben bedeutet natürlich, dass man überzeugt ist, Gott existiert. Der Atheist müsste wissen, dass Gott real ist, um ihn im alltagssprachlich Sinne der »Gottesleugnung« zu beschuldigen. Aber so wenig wie der Theist weiß, ob Gott wirklich ist, so wenig weiß dies der Atheist. Er kann also nicht etwas, was er für wahr hält, leugnen. Ein Atheist kann nur sagen, dass er nicht weiß, ob Gott existiert oder nicht - und dass er es nicht sinnvoll hält, an Gott zu glauben. Er ist also ein Ungläubiger.

Atheismus als Weltanschauung ist oft (nicht immer) noch mit mehr verbunden, nämlich der Auffassung, dass die natürliche Welt alles ist, was es gibt. Das bezeichnet man als starken Naturalismus. Oder dass die natürliche Welt alles ist, was wir erfahren können (das bezeichnet man als schwachen Naturalismus). Mehrheitlich sind die Atheisten schwache Naturalisten, was bedeutet, dass sie weder an übernatürliche Wesen  noch an ein Leben nach dem Tode glauben.

Warum sollte man nicht an Gott glauben?

Warum sollte man nicht daran glauben, dass ein Gott existiert? Die meisten Theisten halten es für völlig legitim, zu glauben, dass es Zeus oder Thor oder Odin (oder einen der paar tausend anderen Götter, siehe auch Götter der Welt  nicht gibt. Wie kommen sie dazu? Wenn es nicht richtig wäre, an die Nichtexistenz eines Gottes zu glauben, dann dürfte auch der Theist die Existenz von Zeus und anderen Göttern nicht leugnen (bestreiten). Theisten tun das aber im Allgemeinen, und Christen oder Muslime im Besonderen. Sie sind, was andere Götter angeht, starke Atheisten, zumindest glauben sie nicht an andere Götter. Ihren Unglauben halten sie für ihr selbstverständliches Recht bzw. für gerechtfertigt. Darin muss man ihnen zustimmen. Aber es bedeutet auch, dass jeder das Recht hat, für keinen Gott eine Ausnahme zu machen, statt für einen bestimmten eine machen zu müssen.

Ein Atheist glaubt nur (bei tausenden von Göttern) an einen einzigen Gott weniger als der Theist, was bedeutet, dass der Theist ebenso ein »Gottesleugner« ist wie der Atheist. Jedenfalls bei nahezu allen Göttern mit einer Ausnahme _4_.

Wenn der Theist dem Atheisten das Recht oder die Vernünftigkeit bestreitet, an einen (seinen) Gott nicht zu glauben, dann bestreitet er sich selbst das Recht oder die Vernünftigkeit, an die anderen Götter nicht zu glauben.

Ohnehin finde ich es nicht nachvollziehbar, dass »alle Menschen an denselben Gott« glauben sollen. Man frage zehn Gläubige nach ihrem Gott, und man wird ein Dutzend verschiedener Antworten bekommen. Kaum einer glaubt an denselben Gott wie der andere Gläubige. Beziehen wir die Glaubenden anderer Kulturen mit ein, dann werden die Unterschiede noch dramatischer. An welchen von diesen Göttern soll ich denn nun glauben? Es gibt wohl einen »Gott des kleinsten gemeinsamen Nenners«. Das bedeutet natürlich, dass auch die Gläubigen selbst nicht so furchtbar viel über ihren Gott wissen können, sonst wäre ihr Glauben einheitlicher.

Gott, das Chamäleon

Manchmal wandelt sich das Gottesbild eines Theisten, während man mit ihm spricht (siehe auch Wer ist eigentlich Gott? ). So werden viele logische Rückschlüsse von der Welt auf Gott gemacht - so wird Gott als Schöpfer bezeichnet, weil die Welt ja »irgendwo« herkommen muss _5_. Das geht nur, wenn so ein logischer Schluss bei Gott überhaupt möglich wäre. Aber schon ein paar Sätze später heißt es dann oft, dass man nicht die Logik benutzen kann oder darf, um damit auf Gott zu schließen. Ist Gott nun der Logik zugänglich oder nicht _6_? Darüber sind sich die Theisten untereinander uneinig, manchmal sogar mit sich selbst.

Ohne eine Definition des Wortes »Gott« ist der Begriff substanz- und inhaltslos.

Entgegen dem, was einige Christen gerne behaupten (vor allem Theologen), muss man als Atheist keineswegs  beweisen, dass es keinen Gott gibt, um nicht an ihn zu glauben. Denn dann müsste, der Logik nach, ein Christ beweisen, dass Zeus oder Odin oder einer der tausend anderen Götter nicht existiert – denn ein Christ glaubt auch nicht an diese Götter _7_.

Lesen Sie weiter: Warum sollte ich an Gott glauben?


Interessante Links zum Thema

Wenn man nach der Definition des Begriffs »Atheismus« googled, dann wird man zunächst bei Wikipedia fündig:

Wikipedia: Atheismus 

Die nächsten Seiten stammen dann von mir … auch diese Seite steht an der Spitze von über sechs Millionen Definitionen!

Der unglaubliche Glauben - Definition Atheismus  Atheismus Online 

Ähnlich wird Atheismus aber auch hier definiert:

www.kirchenaustritt.de 

Im Duden sieht das dann so aus:

Duden: Atheismus 

So definiert es die »Konkurrenz«:

Kathpedia: Atheismus 

Hier der Gegenentwurf aus der Athped:

Definition: Athpedia 

Ich denke, meine Definition hat den Vorteil der Einfachheit, der Klarheit, und die Tatsache, dass sie auf die Menschen zutrifft, die sich selbst als Atheisten bezeichnen. Die Definition stammt nicht wirklich von mir, sondern aus [Smith 1979].

Nachrichten rund um den Atheismus finden Sie schließlich hier:

Atheist Media Blog 
Videos zum Thema »Atheismus«:
Christopher Hitchens versus Gott: Hitchens vs God [god loses by the way] 

Woher weiß man, ob man ein Atheist ist? Daniel Dennet beantwortet diese Frage:

Full Length Talk by Daniel Dennett - 'How To Tell You're An Atheist'  Bill Maher zur Frage, welchen Schaden Religion anrichtet: Religion, what harm can it do? Bill Maher 

Komiker Jim Jeffries macht sich über Religion lustig:

God is for idiots 

Bei Jeffries kann man sich beleidigt fühlen. Richard Dawkins über Beleidigungen:

The Best of Richard Dawkins 

Ist es nicht so, wenn man als Atheist herumgeht und seine Meinung sagt, als wenn man Kinderspielplätze aufsucht und den Kindern erzählt, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt?

Literaturhinweise

Kommentierte Literaturhinweise:

Besonders interessante Werke sind extra hervorgehoben. Das ist nur eine kleine  Auswahl der wichtigsten Werke zum Atheismus .

[Altizer 2002]: Altizer, Thomas J. J.: The New Gospel of Christian Atheism, 2002, Davies Group (Aurora, Colo) - Ja, auch unter Christen und christlichen Theologen gibt es Atheisten, hier ist es einer der Vertreter der Gott-ist-tot-Theologie.
[Angeles 1980]: Angeles, Peter Adam: The problem of God : a short introduction, 1980, Prometheus Books (Buffalo, N.Y.) - Philosophische Einführung in die Gottesbeweise samt ihrer gründlichen Widerlegung.
[Babinski 1995]: Babinski, Edward T: Leaving the fold : testimonies of former fundamentalists, 1995, Prometheus Books (Amherst, N.Y.) - Sammlung von Beschreibungen diverser Autoren, die ihre Gründe darlegen, warum sie ihre Religion verlassen haben und Atheisten, Agnostiker oder liberale Christen wurden.
[Baggini 2003]: Baggini, Julian: Atheism : a very short introduction, 2003, Oxford University Press (Oxford) - Sehr kurze, knappe philosophische Einführung in den Atheismus.
[Barker 1992]: Barker, Dan: Losing faith in faith : from preacher to atheist, 1992, FFRF, Inc. (Madison, Wis.) - Das Buch eines Mannes, der 19 Jahre lang fundamentalistischer Priester war und der Atheist wurde. Humorvoll zu lesen, aber eben auch sachlich-fundiert.
[Boyer 2009]: Boyer, Pascal und Enderwitz, Ulrich: Und Mensch schuf Gott, 2009, Klett-Cotta (Stuttgart) - Eine anthropologische, neurobiologische und linguistische Theorie, warum der Mensch Gott erfinden musste, eine Theorie der Religionen - gründlich fundiert und experimentell abgesichert. Ein Muss, wenn man wissen will, wieso die Religionen entstanden sind.
[Brams 1983a]: Brams, Steven J: Superior beings: if they exist, how would we know?: game-theoretic implications of omniscience, omnipotence, immortality, and incomprehensibility, 1983a, Springer-Verlag (New York) - Sehr originelle Begründung des Agnostizismus aus der Spieltheorie.
[Carrier 2005]: Carrier, Richard: Sense and goodness without God : a defense of metaphysical naturalism, 2005, Authorhouse (Bloomington, Ind.) - Einführung in den Naturalismus und die daraus folgenden Gründe, nicht an Gott zu glauben - sehr schön argumentiert, sehr fundiert.
[Dawkins 2009a]: Dawkins, Richard: Der Gotteswahn, 2009a, Ullstein (Berlin) - Das ist natürlich der Klassiker unter den Büchern, die für den Atheismus argumentieren - das Buch ist besser als sein Ruf, es ist vor allem gegen den Kreationismus gerichtet.
[Dennett 2007]: Dennett, D.C.: Breaking the Spell: Religion as a Natural Phenomenon, 2007, Penguin Books - Darstellung der Religion als natürliches Phänomen, denn wenn es keinen Gott gibt - woher kommt dann die Religion?.
[Drange 1998]: Drange, T.M.: Nonbelief & evil: two arguments for the nonexistence of God, 1998, Prometheus Books (Amherst, N.Y.) - Zwei sehr starke Argumente gegen die Existenz Gottes.
[Everitt 2004]: Everitt, Nicholas: The non-existence of God, 2004, Routledge (London ; New York) - Argumente für und gegen Gott, sorgfältig abgewogen - ein Beispiel dafür, dass man sehr wohl die Nichtexistenz Gottes beweisen kann.
[Haught 1996]: Haught, James A: 2000 years of disbelief : famous people with the courage to doubt, 1996, Prometheus Books (Amherst, N.Y.) - Kurze Biografien von Menschen, die gegen die herrschende Religion sich getraut haben, zu zweifeln.
[Harbour 2001]: Harbour, Daniel: An intelligent person's guide to atheism, 2001, Duckworth (London) - Gelungene und intelligente Einführung in die Gründe, die für den ATheismus sprechen.
[Heer 1977]: Heer, Friedrich und Kahl, Joachim und Deschner, Karlheinz: Warum ich Christ, Atheist, Agnostiker bin, 1977, Kiepenheuer & Witsch (Köln) - Diverse Autoren beschreiben, warum sie nicht mehr an Gott glauben.
[Henkel 2012]: Henkel, Peter: Irrtum unser! oder wie Glaube verstockt macht, 2012, Tectum-Verl. (Marburg) - Das Problem des Konzepts religiöser Glauben, der verstockt macht, wird hier dargelegt.
[Hitchens 2009]: Hitchens, Christopher: Der Herr ist kein Hirte wie Religion die Welt vergiftet, 2009, Heyne (München) - Christopher Hitchens, erfolgreicher Journalist und bekennender Atheist, beschreibt prägnant und schonungslos, wie Religion zur Gewalttätigkeit gegen Andersgläubige und Ungläubige führt.
[Hoerster 2010]: Hoerster, Norbert: Die Frage nach Gott, 2010, Beck (München) - Eine gute Einführung in die Argumentation über Gott aus atheistischer Sicht.
[Hume 1981] Hume, David: Dialoge über natürliche Religion, 1981, Reclam (Stuttgart) - Sehr alt, aber immer noch sehr interessant zu lesen: EIne Diskussion zwischen einem konservativen und einem liberalen Theologen und einem Philosophen über Religion.
[Kilian 2010]: Kilian, Andreas E: Die Logik der Nicht-Logik wie Wissenschaft das Phänomen Religion heute biologisch definieren kann, 2010, Alibri (Aschaffenburg) - Eine Definition des Begriffs Religion aus der Sicht eines Biologen. Eine sehr gute Erklärung des Phänomens Religion!.
[LePoidevin 2004]: LePoidevin, Robin: Arguing for Atheism : an introduction to the philosophy of religion, 2004, Routledge (London u.a.) - Argumentativ gute bis sehr gute Einführung in die Gründe, nicht an Gott zu glauben.
[Mackie 1997]: Mackie, John Leslie: Das Wunder des Theismus : Argumente für und gegen die Existenz Gottes, 1997, Reclam (Stuttgart) - Eine der besten deutschsprachigen Einführungen in den Atheismus.
[Martin 1990]: Martin, Michael: Atheism : a philosophical justification, 1990, Temple University Press (Philadelphia) - Das grundlegende Werk zur Einführung in den Atheismus, sehr anspruchsvoll.
[Martin 2006]: Martin, Michael und Monnier, Ricki: The improbability of God, 2006, Prometheus Books (Amherst, N.Y.) - Argumente gegen Gott, die auf Wahrscheinlichkeitsannahmen beruhen.
[Martin 2003]: Martin, Michael und Monnier, Ricki: The impossibility of God, 2003, Prometheus Books (Amherst, N.Y) - Ein Buch mit sog. atheologischen Argumenten, die beweisen, dass es keinen Gott geben kann.
[Minois 2000]: Minois, Georges und Moldenhauer, Eva: Geschichte des Atheismus : von den Anfängen bis zur Gegenwart, 2000, Böhlau (Weimar) - Eine Übersicht über die geschichtliche Entwicklung des Atheismus, der übrigens viel älter ist als das Christentum.
[Onfray 2007]: Onfray, M. und Leggatt, J.: Atheist manifesto: the case against Christianity, Judaism, and Islam, 2007, Arcade Pub. (New York) - Christianity.
[Parsons 1989]: Parsons, Keith M: God and the burden of proof: Plantinga, Swinburne, and the analytic defense of theism, 1989, Prometheus Books (Buffalo, NY) - Gründliche Widerlegung der neueren Gottesbeweise von Plantinga und Swinburne.
[Russell 1989]: Russell, Bertrand: Warum ich kein Christ bin : [über Religion, Moral und Humanität], 1989, Rowohlt (Reinbek bei Hamburg) - Mein erstes Buch zum Atheismus, in dem ich erstmals einige wenige und nicht sehr gute Argumente gegen Gott kennengelernt habe.
[Schulz 2006]: Schulz, Paul: Codex Atheos : die Kraft des Atheismus, 2006, Rauschenplat (Cuxhaven) - Umfangreiches Werk zu Fragen des Atheismus, der Moral, der Religion und Theologie. Sachlich und tiefschürfend, vom ehemaligen »Ketzerpastor«.
[Shaferski 2001]: Shaferski, Nadir: Cogito ergo cogiti, sum ergo sum : etwas anderes überzeugt mich nicht, 2001, Mensch & Buch (Berlin) - Auf Wissenschaft basierende Widerlegung des Gottesglaubens.
[Smith 1979]: Smith, George H: Atheism : the case against God, 1979, Prometheus Books (Buffalo, N.Y.) - Systematische Begründung des Atheismus - nach der Lektüre dieses Werkes habe ich mich als Atheisten bezeichnet.
[Steele 2008]: Steele, David Ramsay: Atheism explained from folly to philosophy, 2008, Open Court (Chicago, Ill.) - Eine der besten Einführungen in den Atheismus, die ich kenne. Sachlich, fundiert, akribisch, argumentativ sehr hochwertig.
[Stenger 2007b]: Stenger, Victor J: God : the failed hypothesis : how science shows that God does not exist, 2007b, Prometheus Books (Amherst, N.Y.) - Wissenschaftliche argumentative Widerlegung der Existenz des jüdisch-christlich-islamischen Schöpfergottes: Und es geht doch!.
[Streminger 1992]: Streminger, Gerhard: Gottes Güte und die Übel der Welt : das Theodizeeproblem, 1992, Mohr Siebeck (Tübingen) - Wohl das beste Werk über das Theodizeeproblem - das stärkste Argument gegen einen guten Schöpfergott.
[Zuckerman 2008]: Zuckerman, Phil: Society Without God: What the Least Religious Nations Can Tell Us About Contentment, 2008, New York University Press (New York) - Wie lebt man in einer überwiegend atheistisch eingestellten Gesellschaft? Besser!.
Nur die wichtigste Literatur

Nur die wichtigste Literatur:

[Barker 1992]: Barker, Dan: Losing faith in faith : from preacher to atheist, 1992, FFRF, Inc. (Madison, Wis.) - Das Buch eines Mannes, der 19 Jahre lang fundamentalistischer Priester war und der Atheist wurde. Humorvoll zu lesen, aber eben auch sachlich-fundiert.
[Carrier 2005]: Carrier, Richard: Sense and goodness without God : a defense of metaphysical naturalism, 2005, Authorhouse (Bloomington, Ind.) - Einführung in den Naturalismus und die daraus folgenden Gründe, nicht an Gott zu glauben - sehr schön argumentiert, sehr fundiert.
[Dawkins 2009a]: Dawkins, Richard: Der Gotteswahn, 2009a, Ullstein (Berlin) - Das ist natürlich der Klassiker unter den Büchern, die für den Atheismus argumentieren - das Buch ist besser als sein Ruf, es ist vor allem gegen den Kreationismus gerichtet.
[Mackie 1997]: Mackie, John Leslie: Das Wunder des Theismus : Argumente für und gegen die Existenz Gottes, 1997, Reclam (Stuttgart) - Eine der besten deutschsprachigen Einführungen in den Atheismus.
[Martin 1990]: Martin, Michael: Atheism : a philosophical justification, 1990, Temple University Press (Philadelphia) - Das grundlegende Werk zur Einführung in den Atheismus, sehr anspruchsvoll.
[Steele 2008]: Steele, David Ramsay: Atheism explained from folly to philosophy, 2008, Open Court (Chicago, Ill.) - Eine der besten Einführungen in den Atheismus, die ich kenne. Sachlich, fundiert, akribisch, argumentativ sehr hochwertig.
[Streminger 1992]: Streminger, Gerhard: Gottes Güte und die Übel der Welt : das Theodizeeproblem, 1992, Mohr Siebeck (Tübingen) - Wohl das beste Werk über das Theodizeeproblem - das stärkste Argument gegen einen guten Schöpfergott.

Anmerkungen:
1.  Genauer gesagt, der Nihilismus ist eine Verneinung aller Werte, also auch beispielsweise des Sinns des Lebens  Zurück zu 1

2.  Wie übrigens Christen auch.  Zurück zu 2

3.  Wie wir noch sehen werden, kann man sich bei einer Moral nicht auf Gott berufen - und zwar u. a. wegen Euthyphrons Dilemma  und diverser anderer Probleme.  Zurück zu 3

4.  Ich benutze hier den Begriff »Götter« als eine Bezeichnung für »übernatürliche Wesen«. Es gibt noch andere Auffassungen, was Götter sind, die älter sind als das Christentum und bei denen der Bezug auf das Übernatürliche fehlt. Die heidnischen Götter, beispielsweise, sind meist keine übernatürlichen Wesen.  Zurück zu 4

5.   Das ist keineswegs eine zwingende Annahme, wie viele glauben - die Welt kann auch aus dem Nichts entstanden sein  Zurück zu 5

6.  Siehe auch Gott und die leidige Logik   Zurück zu 6

7.  Christen sagen dann oft, dass Zeus eben ein Mythos sei. Wenn das dazu berechtigt, nicht an Zeus zu glauben: Ich glaube, der christliche Gott ist auch ein Mythos. Die Behauptung, »als Atheist muss Du zuerst beweisen, dass Gott nicht existiert« ist für einen Christen ein Schuss ins eigene Knie. Interessant, dass vielen das nicht auffällt.  Zurück zu 7

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